Das Kindertagesheim Schweizerspende war bei seiner Eröffnung der erste integrative Kindergarten für behinderte und nichtbehinderte Kinder. Die baulichen und technischen Erfordernisse an eine solche Nutzung haben sich mittlerweile stark erhöht und verändert. Die entsprechenden baulichen Maßnahmen waren vorzusehen.

Die Erweiterung von sechs auf neun Gruppen, davon zwei für basal-behinderte Kinder, erforderte eine Neugruppierung der Raumeinheiten. Dabei mußte auf die von Prof. Franz Schuster begründete innere rhythmische Gliederung bedacht genommen werden.


Für die Unterbringung einer neuen basalen Gruppe, eines Mehrzweckraumes, eines Unterwasser-Therapiebeckens (4 x 5m), sowie zwei großer Therapieräume und eines neuen großzügigen Personalraumes wurde westlich vom bestehenden lnstitutsgebäude ein ebenfalls zweistöckiger Neubau errichtet, welcher in seiner Dimensionierung den Rhythmus des Bestandes fortsetzt. Seine Ausmaße bestimmen sich aus der Notwendigkeit einer Abgrenzung des Hauses gegen die stark befahrene Schloßallee, sowie den nötigen Abständen zu dem sehr alten und schönen Baumbestand des Parks. Vor allen Dingen hält der Neubau die nötige Distanz zu dem bestehenden Bauensemble und erhält sein bestehendes Bild. Ein erforderlicher Verbindungsbau für ein neues Stiegenhaus und einen Lift ist ganz in Glas errichtet worden.